Berliner HM 13
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Berliner Halbmarathon

104:56



Genau 14 Tage nach dem Venloop Halbmarathon fand der Berliner Halbmarathon statt. Marion und ich nahmen bereits im vergangenen Jahr Teil, damals unterstützte ich wegen eines hartnäckigen Hustens Marion bei der Absolvierung ihres ersten Halben. Eine Rechnung mit Berlin hatte ich also noch offen, dazu war mein Ziel sub 105 auch nach Venlo aktueller denn je.

Samstag

Morgens ging es über Köln nach Berlin-Tegel – vielleicht landeten wir zum letzten Mal hier (das sagten wir vor einem Jahr auch schon). Nach dem Einchecken im Hotel Park Plaza Wallstraße fuhren wir zum Flughafen Tempelhof. Dort fand die Vitalmesse statt, wo wir auch in diesem Jahr unsere Startunterlagen abholen mussten. Die Energiekrise machte sich im Startbeutel bemerkbar; Vattenfall als Hauptsponsor hat wohl nicht mehr genügend Kohle, um ein Laufshirt zu spendieren. Da ich für den Lauf ein gutes Gefühl hatte, besorgte ich mir das Veranstaltungsshirt vom SCC. Knallgelb, das passt perfekt zu meinen neuen adidas Supernova 5.
Bei Brooks stand Hajo Schumacher alias Achim Achilles und signierte den Fotoabreiskalender 2013 – eine persönliche Widmung auf diesem von mir mit einigen Lauffotos beigesteuerten Projekt musste ich natürlich haben :-) .

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Nach knapp 90 Minuten verließen wir die Messe wieder, um im Hotel noch etwas im Hotel zu entspannen – private Reisetage stressen irgendwie immer.

Abends trafen wir uns wieder zu dem von unserer Berliner Lauffreundin Manuela organisierten Pastaessen am Alex. Glücklicherweise waren wir (noch) nicht sooo hungrig, denn die Italiener waren ob der Masse an Gästen sichtlich überfordert – unsere Pizza erhielten wir erst ganze +90 Minuten nach der Bestellung. Zum Glück waren viele nette Läufer am großen Tisch, so dass die Warterei durch angeregte Gespräche überhaupt nicht groß auffiel.

Sonntag

Der Renntag begann mit einer schönen Überraschung namens "Sonne". Diese schien nämlich und ließ unsere Laune deutlich nach oben steigen. Allerdings war die Wahl der Laufkleidung wegen der kühlen Temperaturen nicht ganz so einfach. Ich entschied mich für eine kurze Tight, ein kurzärmliges Shirt und eine Weste. Zusätzlich eine leichte Mütze und einen Buff, um mich ggf. gegen aufkommenden Wind zu schützen. Nach dem kleinen Frühstück zogen wir los und liefen zum Start- und Zielbereich in die Karl-Marx Allee.

Am Café Albert's trafen wir uns wieder mit Manu, André, Ralf sowie Hupsi und seinen Lauffreunden. Ein wenig gequatscht, Kleiderbeutel abgegeben und um 10:05 Uhr wurde der Lauf mit den Spitzenläufern angeschossen. André und ich standen im Startblock C und bereits 5 Minuten nach den Spitzenläufern überquerten wir die Matten der Zeitmessung unterhalb des Startbogens.

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Ordentlich und auf jeden Fall im Bereich meines Wunschtempos absolvierte ich den ersten wilden Slalomkilometer. Bis zum Brandenburger Tor war das Läuferfeld noch ziemlich eng beisammen, ich blieb locker im Zeitsoll. Etwa auf Höhe der Siegessäule bemerkte ich zwei Marathonläufer aus Ratingen, die in etwa mein Tempo liefen. Bis etwa zum Verpflegungstand bei Kilometer 14 blieb ich immer im Windschatten; ab dort verlor ich sie aus den Augen.
Ab hier wurde ich ein wenig langsamer, ließ mich immer wieder vom Tempo von anderen langsameren Läufern blenden und musste mich konzentrieren, damit ich den 5er Schnitt ansatzweise beibehalte.
Unterwegs beobachtete ich immer wieder die Kilometermarkierungen und verglich sie mit der absolvierte Zeit. Laut meinen Berechnungen lag ich gut im Zeitfenster, allerdings stand mir mit den letzten 4 Kilometern noch der anstrengendste Streckenabschnitt bevor, die breite Leipziger Straße, die Brücke am Nikolaiviertel ein Kilometer vor dem Ziel...
Etwa auf dieser Höhe merkte ich, dass wegen der GPS-Ungenauigkeit (letztendlich bin ich lt. FR 21.380 Meter gelaufen), meine Berechnungen nicht stimmten. An Stelle eines lockeren Zieleinlaufs hieß es für mich nun noch einmal die Zähne zusammen beißen und alle Kräfte mobilisieren. Ab 400 Meter vor dem Ziel beschleunigte ich bis zum entsprechenden Intervalltempo und überquerte den Zielbogen bei 1:44:57! Punktlandung! Geschafft!

Im Ziel überreichte mir eine freundliche Helferin die Finishermedaille. Anschließend tankte ich kurz Energie in Form von Bananen, Wasser und alkoholfreiem Bier und gab den Zeitchip ab. Auf dem Weg zur Abholung des Kleiderbeutels sah ich den Urkundendruckstand. Meine Neugier war so groß, ich musste dorthin, um meine offizielle Zeit zu erfahren. Als ich meine Zielzeit auf der Urkunde erblickte, grinste ich vermutlich übers ganze Gesicht – 1:44:56. Perfekt gelaufen!

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Mit Marion habe ich vereinbart, dass ich bei der 20 Kilometermarke warte, um sie auf den letzten 1.100 Metern zu unterstützen. Allerdings quälten mich jetzt Wadenkrämpfe, so dass ich nur etwa 700 Meter der Strecke zurückging. Ich wartete ein paar Momente und schon bald sah ich Marion winkend heranlaufen. Als sie näher kam sah ich, dass auch sie gut kämpfen musste. Ich ging auf die Strecke und lief hinter ihr her. Die ersten Meter waren verdammt schwierig, aber nach etwa 100 Metern sah meine Bewegung wohl wieder nach Laufen aus. Auf der Karl-Marx Allee zog Marion ihren Zielsprint an und erreichte glücklich das Ziel, den avisierten sub 6:30er Schnitt hat sie locker unterboten!

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Wir tranken gemeinsam unser alkoholfreies Siegerbier und gingen dann bald langsam zum Hotel zurück. Unterwegs holten wir uns beim Bäcker noch ordentlich Kuchen, um die Energiespeicher wieder aufzuladen.

Ein toller Lauftag ging zu Ende.

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Montag

Am für uns freien Montag besuchten wir den Reichstag und schauten uns die East-Side-Gallery an. Mittags gab es, wie im vergangenen Jahr Currywurst mit Pommes und außerdem einen Zwischenstopp in einem Elektronikmarkt am Alex.

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UrkundeBHM13

Unsere Ergebnisse:
Vattenfall Berliner Halbmarathon
Platz.......Name............AK....Pl-AK. Zeit
04463 (M4007) Hansen, Dirk....M45...691...01:44:56
17563 (W5202) Hansen, Marion..W45...867...02:17:03


Finisher gesamt: 22.252
Finisher M: 14.392
Finisher AK45M: 2.451
Finisher W: 7.860
Finisher AK45W: 1.328