Halbmarathon Köln 11
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Einen Tag vor dem Halbmarathon in Köln bekam ich einen Anruf von Claudia, die in Köln ebenfalls zum Halbmarathon gemeldet war. Sie hatte einen grippalen Infekt und konnte nicht starten und dazu noch ein bereits bezahltes Hotelzimmer in der Kölner Altstadt, das nicht mehr zu stornieren war. Ich sprach die mögliche Planänderung mit Marion ab und dankbar nahmen wir das Geschenk an, das immerhin mindestens eine Stunde mehr Schlaf und deutlich weniger Stress am Wettkampftag bedeutete.

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Gegen 15.00 Uhr trafen wir also in Köln-Deutz ein und es ging erstmal zum Abholen der Startunterlagen in die Messe. Nachdem der Beutel mit Startnummer und Chip gesichert war, klapperten wir die verschiedenen Messestände ab, um zu schauen, was es denn so gibt. Es waren einige Schnäppchen auch für uns dabei...

Anschließend schlenderten wir noch zu den Rheinufer Terrassen und genossen den sommerlichen Nachmittag mit Erdinger Alkoholfrei und einer FDH-Currywurst.

Ab zum Maritim-Hotel, einchecken und auspacken der neuen Laufsachen bzw. Aufbau des “Alarmtisches” für den kommenden Morgen.

Gegen 19.00 Uhr ging es noch einmal in die Altstadt; den Abend beendeten wir bei einem leckeren Salat und etwas Reissdorfkölsch im “Roten Ochsen”. Lt. Marion war es ihr bester Salat seit Wochen!

Mein  Einschlafen gg. 23.00 Uhr selbst wurde von einer blöden Hustenattacke gestört :-( - das passte mir gar nicht.
 

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Nach dem Aufstehen bot sich uns ein wundervoller Blick aus dem Hotelzimmer auf den Rhein und die aufgehende Sonne im Osten, es sollte, wie vorhergesagt, ein sonniger Tag werden.

Sven rief aus dem Auto an und wir vereinbarten den Treffpunkt am Parkaus der Köln-Arena, wo wir uns gegen 7:45 Uhr bei etwa 11°C  trafen.
Etwas einlaufen und hinein ging es in den blauen Block. Warum Sven und ich in verschiedene Blöcke bei fast identischer Anmeldezeit gesteckt wurden bleibt das Rätsel des Veranstalters - Sven ist allerdings mit mir im blauen Block gestartet.

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Im Block selbst war die Stimmung phantastisch, zu den typisch kölschen Liedern wurde fast geschunkelt...
Um 8:30 Uhr wurde der rote Block los geschossen, wir starteten 5 Minuten später. Anders als beim Halbmarathon in Hamburg ging es in Köln anfangs nicht besonders zügig los, noch dazu mussten Sven und ich Slalom laufen, um einigermaßen voran zu kommen. Ich glaube, beim nächsten Wettkampf mit Blockeinteilung sollte ich etwas mit der Zielzeit schummeln, ich mag eher den flotten Einstieg. Die Zeit die ich hier “verliere” hole ich später nicht mehr auf.
Beim Getränkestand an Kilometer 4 verlor ich Sven, erst 5 Meter dann 10 und ab Kilometer 8 war er aus meinem Blickfeld komplett verschwunden. Ich selbst verschluckte mich beim Trinken, so dass der bescheidene Hustenreiz der Nacht sich wieder meldete.

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Etwa bei Kilometer 11 löste sich auch der Pulsgurt; ich band ihn dann über dem T-Shirt in Bauchnähe zusammen, diese Messeergebnisse sind also nichts Wert. Das waren allerdings alle meine Pannen des heutigen Laufs.
Kreuz und quer ging es weiter durch die Kölner Innenstadt, irgendwann hatte man, wie immer, eine Gruppe gefunden, die ein ähnliches Tempo lief. Die Stimmung an einigen “Hot-Spots” war phantastisch, hier hatte der Veranstalter nicht zu viel versprochen. Meine Beine fühlten sich gut an, ich hatte nur leichte Probleme mit der Atmung, ich konnte nicht wirklich tief Luft holen, ohne ein unangenehmes Kratzen im Hals zu provozieren.

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UrkundeHMCGN2011

Die Laufzeit verging wie im Flug, schwierig waren nur die Kilometer 18 und 19 in der Altstadt, da musste ich ganz schön beißen.

Herausragend war das Lauferlebnis vom Quatermarkt bis zum Ziel. Die Laufstrecke war ziemlich eng eingezäunt und links und rechts davon standen Menschenmassen und feuerten die Läufer an. Ca. 400 Meter von dem Ziel erblickte ich Helga und Theo, sie feuerten mich noch einmal an und mobilisierten letzte Kraftreserven. Die letzten Meter vergingen wie im Flug und nach 1:49:13 erreichte ich jubelnd den Zielbogen. Es war zwar keine PB aber das Minimalziel sub 1:50 Stunden habe ich geschafft.

Im Ziel wartete Sven auf mich; gemeinsam zogen wir an der wirklich guten Verpflegungszone vorbei und genossen  direkt zwei alkoholfreie Reissdorf - die pure Erfrischung in Köln.

Kurze Zeit später trafen wir Marion und gemeinsam zogen wir zur Marathon-Party im Biergarten des Hyatt, um ein richtiges Sieger Reissdorf zu genießen.

Auf dem Weg zurück zum Parkhaus erlebten wir noch den Start des orangenen Marathonblocks und konnten sogar Iris auf ihren ersten Metern ihres ersten Marathons viel Glück wünschen. 
 

Unser offizielles Ergebnis (6490 Finisher / 1208 AK)
Platz Zeit .........St.-Nr .Name .............Verein .......... ..Jahr ..PAK AK .Min/KM
1608 01:46:02 30086 Hansen, Sven .HansenTwins ..1967 314 M40 05:02
2085 01:49:13 30085 Hansen, Dirk ...HansenTwins ..1967 408 M40 05:09

Vielen Dank an Marion, für die perfekte Unterstützung und die tollen Fotos!