HH Halbmarathon 11
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Bereits am Freitagnachmittag machten wir uns auf den Weg in Richtung Hamburg, denn wir wollten nicht nur in Hamburg rumhetzen, sondern das ganze Wochenende etwas relaxed erleben.

Nach gut 5 Stunden Fahrt kamen wir in HH-Schnelsen im Hotel Racket-Inn an. Kurzer Abstecher zum „Insulaner“ um die Ecke (ein echt netter Grieche), viel Salat hat es für uns gegeben.

Am Samstag gab es einen Kaltstart. Wir fuhren nach Neumühlen an die Elbe, damit wir unsere müden Knochen, Sehnen und Muskeln ein wenig aktivierten. Ich lief eine kleine 6 km Runde, mit Temposteigerung, während Marion an der Elbe blieb und bis Blankenese lief.

Am Nachmittag ging es dann zur Rothenbaumchaussee, denn dort war die Halbmarathon-Laufmesse aufgebaut. Das Einchecken für den Lauf ging ruck-zuck. Nach den Laufunterlagen noch schnell das T-Shirt abgeholt, während Marion mit Sonja, einer Freundin aus dem Laufforum.de telefonierte. Sonja war gemeinsam mit Imke gekommen und mit einsetzendem Regen gingen wir gemeinsam zum Kaffeetrinken an die Alster. Von echter Aufregung vor dem Wettkampf war bei mir noch nichts zu spüren, noch kein Jota.
 

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Abends im Hotel packte ich meinen „Alarmstuhl“, fummelte den Zeitmesschip in meinen rechten Schuh und stellte den Wecker. Es kann losgehen.

Sonntagmorgen. Einen Vanillequark mit frischem Obst und ein halbes Brötchen gab es dann für mich zum Frühstück, Marion durfte ein wenig mehr essen. Der Vanillequark (seine Zubereitung bleibt ein Geheimnis der Inhaberin, leider!) in diesem Hotel ist übrigens absolute Weltklasse (das musste mal gesagt werden)!

8:45 Uhr ging es los in Richtung Hamburg, der Regen der vergangenen 18 Stunden hatte zum Glück gerade aufgehört. Durch die bereits gesperrten Straßen im Bereich der Reeperbahn war die Anfahrt beinahe eine kleine Odyssee – zum Glück gibt es Navigationssysteme, so dass Marion noch pünktlich das Auto auf einem Parkplatz am Millerntor abstellen konnte.

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Die Wechselsachentasche abgeben, Einlaufen mit Sonja auf dem Spielbudenplatz und Einreihen auf der linken Startspur (die rechte war bereits pickepacke voll). Die linke Startspur war eine gute Wahl, denn durch die vielen Lücken rückte ich vor dem Start bis zu einer Zielzeit von 90 Minuten vor :-o; eigentlich hatte ich mich bei 110 Minuten aufgestellt (das war genau meine geplantes Ergebnis).

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Kurz nach 10:00 Uhr wurde das Rennen angeschossen, ca. 15 Sekunden nach dem offiziellen Start  überquerte ich bereits die Zeitmessmatten. Los ging mein Rennen! Wie immer gab ich anfangs etwas mehr Gas, deswegen war das Vorrücken in den schnellen Startblock gar nicht so schlecht, denn die schnellen Läufer zogen mich hervorragend mit.

An der Hafenstraße merkte ich jedoch, dass meine Laufweste irgendwie zu warm war, gerade weil auf Grund der Windrichtung nur kurze Abschnitte mit Gegenwind auf die Läufer warteten. Zum Glück konnte ich sie bei 4,7 km an Marion und Imke abgeben.

Die ersten 5 km absolvierte ich in 24:06. Das war fix. In Höhe der Speicherstadt überquerte ich die 10 km-Marke. 48:36 Minuten. Das war schnell und ich fühlte mich noch hervorragend – hier wusste ich schon, dass ich meine Zielzeit von unter 1:50:00 Stunde schaffen werde. Es ging weiter in Richtung Hauptbahnhof, durch den Wallringtunnel bis zur Wendemarke auf der Kennedybrücke. Meine Beine wurden schwerer, die Pace lag nun konstant über 5:20 – aber auf Grund des schnellen Anfangs war ich noch locker im gesteckten Zeitrahmen. Die letzten 3 km schaffte ich dann jeweils im 5:14er Tempo – mehr war nicht drin. Die vielen Zuschauer auf der Zielgeraden (ein tolles Gefühl, das weiße Zieltor zu sehen) gaben den letzten Kick. Endspurt und handgestoppte 1:47:54. Direkt hinter dem Ziel stand Marion, die sich richtig mit mir mitfreute.

Die Zielverpflegung war perfekt. Wasser, Iso, Säfte und Bananen gaben mir direkt die notwendige Energie zurück. Dann bekam ich noch eine Medaille um gehangen – schön, so was Goldenes sollte es bei jedem Lauf geben!

Sonja war auch im Ziel. Mit 1:59:58 legte sie eine Punktlandung hin, denn unter 2:00:00 war ihr Laufziel.

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Pech hatte ich nur beim Abholen meiner Wechselklamottentasche, denn die Jungs auf dem Wagen 5400 – 6000 hatten irgendwie kein richtiges System (alle anderen Wagen hatten ein System!). So stand ich ca. 20 Minuten leicht frierend in der Menschenmenge aber mit einer Menge Spaß wegen der vielen Sprüche in Richtung systemloser Taschensucher.

Es war ein schöner Lauf, eine klasse Strecke und irgendwann werden wir sicher noch mal wieder kommen.

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Duschen und umziehen im Hotel. Ein Hüftsteak und ein (alkoholfreies) Weizen zur Belohnung beim Insulaner und los ging es wieder in Richtung Aachen.

Vielen Dank an Marion, die mich wieder perfekt unterstützte und noch dazu richtig schöne Fotos schoss. Am 12.8.2011 kann ich mich beim Womens-Run in Köln revangieren.

UrkundeErgebnis

2939 Männer durchquerten den Zielbogen, davon
539 Läufer aus der AK M40.